| Liebste Menschen, die nach Halle kommen wollten. Leider müssen wir das Konzert am 16.10. absagen und hoffentlich verschieben. |
Liebste Lauscher, was uns umgibt und was uns hält. Haben wir Halt und Schutz? Dieses Bild entstand bei einem kleinen Urlaub am Meer vor kurzem und ich mag es sehr. Rückzug und Durchatmen. Ganz wichtig, um die Kräfte beieinanderzuhalten. Mir wird bewusst, was für ein großes Glück es ist, sein Leben liebevoll teilen zu dürfen. Einen Landeplatz gefunden zu haben und liebevolle Menschen im Kreis zu wissen, die da sind, wenn man strauchelt, schwach ist und gar fällt. Von tiefstem Herzen wünsch’ ich Euch das.
Wahrscheinlich gibt es viele unter Euch, die wie ich, in einer Phase in ihrem Leben sind, in der die Kinder im besten Falle inzwischen gut auf ihren Füßen stehen, die Alten aber langsam nicht mehr. Und die Sorge und die Versorgung kommen in die zweite Phase. Es braucht unendlich Geduld und Kraft. Auch die würd’ ich Euch gern wünschen, wenn ihr da auch gerade drin hängt. Das ist auch der Grund für die Absage in Halle.
Zauberine müsste man sein. Zaubern geht aber nicht. Doof. genauso, wie ich mich gern wohin beamen können würde. ;-) Also schauen, was möglich ist. Jeden Tag einen weiter.
And if, when it's all over, I'm asked what I did with my life, I want to be able to say: I offered love". Terri St. Cloud
Das las ich neulich. Und ja, klingt herrlich einfach. Ist es auch, wenn man es einfach nur macht, wann immer möglich. Und das zeigt sich in jedem kleinen Ding, das man tut, in jeder Begegnung.
Und zugleich darf man sich klar abgrenzen. Immer dann, wenn man spürt: Das tut jetzt gerade so gar nichts Gutes. Völlig geplättet zu sein nach anstrengenden Gesprächen, in denen jemand nur zieht und will, aber nie gibt und horcht. Gerangel, wo Miteinander nottäte, Machtkämpfe – all das, wenn es irgendwie geht, vermeiden und da rausgehen.
Call me Spiri, ist ok, aber: Du darfst versorgt sein, geliebt und geschätzt. Und Du entscheidest, mit wem Du Dein Leben lebst. In diesem Sinne möge Euch die große Zauberine das senden, was ihr gerade braucht.
In Zeiten, in denen man echt nicht mehr weiß, wofür Gott so alles vorgeschoben missbraucht wird, gehe ich mal zur Zauberine über. Es ist so leicht, selbstgezimmerte Illusionen zu glauben, die alles so verformen, dass man damit abgesichert ist, und ungleich schwerer, den Dingen wirklich ins Gesicht zu sehen, die sind. Und so begegnen einem Leut’, die es wahrhaftig schaffen, sich das selbstgemalte Bild als Realität hinzudrehen und die ziemlich unwirsch werden, wenn man ihnen sagt, dass sie damit am Leben vorbeischauen und an der Vielfältigkeit, die es nun einmal hat.
Wie finden wir Wege? Ich wünsche Euch Mut und Kraft dafür. Even if hope is the only hope we have, heißt es in Freedom is not given. Hoffnung verbunden mit Zuversicht, nicht nur eines Tages, da wird es schon werden. Jane Goodall hat das immer wieder wunderbar gesagt. Sie wird fehlen. „Hoffnung“, sagte Jane, „ist das, was uns ermöglicht, trotz Widrigkeiten weiterzumachen. Wir wünschen uns, dass Positives passiert, aber wir müssen bereit sein, hart dafür zu arbeiten.“ Dr. Jane Goodall Quelle
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Die letzten 4 Konzerte in diesem Jahr stehen an. Und zum Abschluss unser Special-Guest-Konzert mit Jaimi Faulkner & Frieder Gottwald in Köln im Stadtgarten am 21.11. Da gibt es nur noch wenige Karten.
Für die 3 weiteren Oktober Konzerte freuen wir uns auf Euch. Am 19. 10. spielen wir in Limburg im Thing. Am 23.10. kommen wir wieder in die alte Heimat Kassel wieder ins schöne TiC Dann sind wir , und am 25.10. bei den Viernheimer Gitarrentagen. Erzählt es gern rum, wenn ihr in der Nähe seid. Alles geht immer nur Miteinander. Dass ihr da seid, ist ein Geschenk. Dass Oliver mit mir reist, ist eines, und dass wir Musik durch uns durchsausen lassen können oder auch ganz langsam durch Hirn und Herz ziehen lassen können, bis es warm wird und licht, das ist ein Monstergeschenk. Wir freuen uns sehr auf Euch!
Liebt, was das Zeug hält.
Herzlich, Christina Lux & Oliver George
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Hier für Euch das Interview aus dem Frizz Magazin vom Oktober für unser leider nicht mögliches Konzert in Halle am 16.10. im Objekt 5. Dank an Mathias Schulze und das Frizz Magazin.
"Identität als „Mensch“ wäre ein Anfang - statt Identifikation mit äußeren Dingen wie Herkunft oder Kultur.“ (Christina Lux im Interview)
Die Musikerin Christina Lux, Jahrgang 1965 und geboren in Karlsruhe, steht für lyrische Geschichten mit feiner Poesie. Am 16. Oktober kommt sie mit Oliver George ins Objekt 5. Grund genug, bei Lux nachzufragen
Gehen wir gleich ans Eingemachte: Was ist denn derzeit Ihr Leib-und Magenthema? Was verursacht schlaflose Nächte? Ehrlich gesagt, schlafe ich gerade echt schlecht. Der letzte Song, den ich schrieb, stellt die Frage: Wie bleiben wir mutig in dieser Zeit? Wie ich es auch drehe und wende, ich komme immer wieder an derselben Stelle raus.
Die wäre? Eine Gesellschaft, die nicht mehrheitlich gemeinsame Werte lebt, fällt auseinander. Ich sehne mich nach Anstand, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Miteinander und Wertschätzung. Und in dem Moment, wo ich das schreibe, spüre ich, wie meine Worte möglicherweise auseinandergerissen und verzerrt werden, weil diese Werte für immer mehr Menschen offenbar etwas ganz anderes bedeuten als für mich. So viele Begriffe sind inzwischen verschoben worden und anders belegt. Ich denke, Freiheit bedeutet nichts, wenn sie nicht für alle gleichermaßen gilt. Sie ist nicht Willkür. Meinungsfreiheit deckt weder Verachtung noch die Verletzung der Menschenwürde. Dreht man den Begriff allerdings zu Redefreiheit, dann kommt dabei die Freiheit, alles sagen zu dürfen, raus. Ohne Grenze, ohne Scham, ohne Achtung. Da heult mir das Herz. Macht Ausgrenzung unser Leben sicherer? Ich denke nicht. Alles geht nur gemeinsam.
Was tun? Identität als „Mensch“ wäre ein Anfang - statt Identifikation mit äußeren Dingen wie Herkunft oder Kultur. Kein Mensch ist aufgrund von Kultur oder Nationalität wertvoller als ein anderer. Kein Mensch ohne Behinderung ist wertvoller als einer mit Behinderung. Und das kann man noch weiterführen. Warum stellen sich Menschen über andere, die anders leben, lieben und glauben? Ich habe das noch nie verstanden.
Hat sich Ihre Haltung zum Thema „Kunst und ihre gesellschaftliche Funktion“ im Laufe der Jahre verändert? Wenn ja, wie? Ich habe meine Haltung nie versteckt. Es gibt so einige Songs, in denen ich das verbaut habe. Alles beginnt mit Worten. Ich schreibe so lange, bis ich Schicht für Schicht abgedeckt habe, was über dem Gedachten liegt und was uns gemeinsam im Fühlen ist. So ehrlich wie ich nur kann. Dann kommt Musik dazu. Das ordnet mich und darüber hinaus freue ich mich unbändig, dass es offenbar viele Lauscher gibt, die das abholt und die den Song für sich benutzen können.
Kultur und Kunst verbinden uns miteinander. Absolut! Das geht mit und ohne Worte. Und dann sitzt man da in einem Konzert mit anderen und spürt, dass man mit seinen Gedanken nicht irgendwo allein festhängt, und das tut enorm gut. Ziemlich magisch, was Musik vermag. Ich denk, wir brauchen das sehr. Ich brauche es. Gerade in dieser Zeit. Und für mich ist eines immer stärker geworden: Nicht wegducken, nicht verstecken, nicht still werden, nicht resignieren und lieben, was das Zeug hält. Und das geht am besten miteinander. Also rausgehen und begegnen, besonders dann, wenn man in Vorurteilen festhängt. Ich weiß nicht, was Musik verändern kann, aber es verändert vieles, sie nicht zu machen.
Was kann das Publikum im Oktober im Objekt 5 erwarten? Ich komme mit dem wunderbaren Oliver George an Schlagzeug, Gitarre und Gesang. Wir sind jetzt seit 2017 zusammen unterwegs und werden Songs aus den inzwischen drei gemeinsamen Alben spielen. Wir sind eine kleine Band mit großem Sound irgendwo zwischen Singer-Songwriter, Pop und Songpoesie, mit überwiegend deutschen Texten.
Was ist Glück? Glück ist für mich eine Momentaufnahme. Ich kann es nicht festhalten, ich kann nur innehalten und es einatmen. Und zack, ist es schon wieder davongeflogen und hinterlässt ein Lächeln im Gesicht, das noch eine Weile bleibt. Manchmal gelingt es mir, es wieder zu empfinden, wenn ich mich an etwas Wohliges erinnere. Ich denke oft, mach alles noch langsamer und mit offenem Blick und Herz. Ich empfinde es als Glück, wenn ich bei ganz alltäglichen Dingen Begegnungen erlebe und drei Takte mit jemandem spreche, den ich eigentlich nicht kenne. Sich gegenseitig wahrnehmen, nicht nur in seinem Kosmos sein. Danach geht man auseinander, lächelt sich noch einmal an und wünscht sich einen schönen Tag. So etwas hallt nach. Wie ein Song, der einen erwischt hat und dessen Melodie sich leise in die Zellen gesetzt hat. Er kommt und geht, festhalten kann man ihn nicht.
Christina Lux feat. Oliver George, 16. Oktober, Objekt 5, 20 Uhr |
Seid so lieb und nutzt möglichst den Vorverkauf. Das beruhigt die Seele und steigert die Vorfreude sehr. Ihr findet alle Infos dazu im Link unten. Merci deLUXe!
Lux und George unterwegs...
DO 16.10. 06114 Halle - Objekt 5 - leider mussten wir das absagen. SO 19.10. 65549 Limburg - Thing DO 23.10. 34123 Kassel - TiC - Theater im Centrum SA 25.10. 68519 Viernheim - 13. Viernheimer Gitarrentage FR 21.11. 50672 Köln - Stadtgarten Abschluss deLUXe 2025 mit special guest: Jaimi Faulkner und Frieder Gottwald
Vorschau 2026
24.01.2026 Lorch - Kulturtage Lorch, Hilchenhaus Rittersaal 12.03.2026 Kaiserslautern - Schreinerei Kammgarn 13.03.2026 Ravensburg - Zehntscheuer 14.03.2026 Auenwald - Ratscheuer 15.03.2026 Sindelfingen - Pavillon 20.03.2026 Göttingen - Apex 21.03.2026 Celle - Kunst & Bühne 28.03.2026 Kelkheim - Jazzclub 18.04.2026 Bestwig - Kultur Pur - Rathaussaal 21.06.2026 Büttelborn - Café Extra - Open Air 26.09.2026 Kirchheim Teck - Bastion 09.10.2026 Soest - Alter Schlachthof 17.10.2026 Blaubeuren - Zum Nix 06.11.2026 Harburg - Fischhalle 07.11.2026 Kellinghusen - Pep 13.11.2026 Panketal - Studio 7 14.11.2026 Kremmen - Tiefste Provinz 20.11.2026 Fritzlar - Kulturscheune tbc. 27.11.2026 Bad Bentheim - Museum - SOLO 29.11.2026 Pforzheim - Kirche |
Künstlerartenschutz deLUXe |
| Songtipp de LUXe: Eine meiner liebsten Bands sind The Bros. Landreth. Hier ihr neuester Song feat. Bonnie Raitt. My heart just melted.Unbedingt mal lauschen! |
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